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Vegan in Mexiko – ist das überhaupt möglich?

vegan vegetarisch Mexiko 100% natural

Da ich vielen veganen Bloggern folge, weiß ich, dass vegane Ernährung unterwegs möglich ist. Ich ernähre mich nicht zu 100% vegan:

  • Es ist  für mich ok, dass, wenn ich zum Essen eingeladen werde, ich fast alles probieren werde, wenn es vegetarisch ist.
  • Ich versuche mich unterwegs so gut es geht vegan zu ernähren, setze mich allerdings nicht unbedingt mit einer Armee von Tupperdosen dazu. Ich finde das sehr beeindruckend bei anderen, ist aber nicht meins.
  • Zuhause koche ich vegan, aber manchmal überkommt mich der Appetit auf ein Käsebrot. Und ich muss ehrlich zugeben, dass mir der vegane Schnittkäse nicht schmeckt. Und dann muss es einfach mal Käse sein.

Aber was ist, wenn ich in einem Land wie Mexiko bin, wo es kaum vegetarische Alternativen gibt, geschweige denn vegane?

Dann geht man zu 100% Natural.

EINE GUTE MÖGLICHKEIT UM IN MEXIKO VEGAN ODER VEGETARISCH ZU ESSEN

Als ich diese Kette bei Happy Cow entdeckt habe, wollte ich es unbedingt ausprobieren. Da meine Freunde alles Fleischesser sind, dachte ich, dass ich wohl allein hingehen muss. Aber Irrtum:
a. werden dort auch Gerichte mit Fleisch angeboten und b. wollten sie das doch mal ausprobieren – so ganz ohne Fleisch. Ok, im Nachhinein haben sie dann Fisch gegessen.

In Acapulco gibt es davon mehrere Filialen. Die erste, die wir besuchten, war ein einzelnes Restaurant. Das Essen war für alle total lecker, die Bedienung sehr freundlich und es gab – ganz wichtig – einen klimatisierten Raum. Wobei ich es gerade abends einfach genieße, den etwas abgekühlten Abendwind um meine Nase wehen zu lassen, denn die Restaurants sind meistens offen, d.h. ohne Fenster.

Da ich so begeistert war, wollte ich am nächsten Morgen dort auch frühstücken. Meine Freunde hatten alle Frühstück in ihrem Hotel, ich hingegen wollte mir meins selbst organisieren. Von daher gab es für mich morgens Obst, Nüsse und Saft auf dem Weg zu den anderen. Nicht gerade die feine Esskultur. Aber diesmal wollte ich ein Frühstück mit Bedienung und Genuss, deswegen besuchte ich eine weitere Filiale von 100% natural.

EIN TAG OHNE FRÜHSTÜCK IST WIE EIN FISCH OHNE FAHRRAD – ODER WIE WAR DAS NOCH GLEICH?

 

vegan vegetarisch Mexiko 100% natural

Ich liebe Frühstück. Und ich brauche ein sättigendes Frühstück um durch den Tag zu kommen. Hier in den Tropen ist es zwar vollkommen ok für mich, nur Obst, Nüsse, Kokosnüsse und Guacamole zu essen, aber zwischendurch darf es gerne mal mehr sein.

Unter diesem Berg von Müsli, Pecannüssen und gepufftem Amaranth war übrigens noch jede Menge Obst. Dazu gab es Sojamilch. Außerdem habe ich mir noch einen Antioxidantien-Drink bestellt mit noch mehr Obst und Gemüse. Was soll ich sagen: es war einfach göttlich.

Diese Filiale hatte auch einen kleinen Laden dabei, in dem man Brot, Eis, Superfoods etc. kaufen konnte, quasi ein kleiner Bioladen.

Daraufhin habe ich die ganze Bande noch mehrere Male hier hin gelotst  – unter anderem zum Eis essen – und sie waren alle ganz begeistert. Auch von der zauberhaften Bedienung, die uns sämtliche Sorten probieren ließ.

 

vegan, vegetarisch, 100% natural, Mexiko

 

Von daher ist veganes Essen in Mexiko machbar, wenn auch nicht immer einfach. Die meisten Restaurants haben sich Mühe gegeben und dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Und da ich halt nicht strenge Veganerin bin, durften es dann auch mal Quesadillas sein.

Wie sind eure Erfahrungen mit besonderen Essenswünschen gerade im Ausland? Schreibt mit doch davon in den Kommentaren.

Ich drücke euch, eure

Kerstin

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Was mich in Acapulco schier umgehauen hat

Acapulco

Kennt Ihr das?

Ihr seht ein Foto zum Beispiel in einem Reiseprospekt oder in einer Zeitschrift:

 

Sonne, Palmen, weißer Strand, Wellen, Gischt …

Und dann denkt ihr doch sofort, dass ihr dort auch gern wärt. THE PLACE TO BE.

Als ich mich näher mit dem Thema ortsunabhängiges Arbeiten und digitales Nomadentum beschäftigt habe, kam mir immer wieder so ein Bild in den Sinn. Am Strand zu sitzen, die Sonne zu genießen und dort zu arbeiten. Nicht zuletzt durch die Posts der ganzen „Nomaden“ auf Instagram und  ihren Blogs. Das wollte ich auch.

MEIN TRAUM GING SCHNELLER IN ERFÜLLUNG, ALS ICH DACHTE.

Nachdem die Hochzeit in Mexico City stattfand, ging es nämlich weiter nach Acapulco, um dort nochmal mit Freunden am Strand zu feiern. Wie genial ist das denn? Acapulco!

Wir fuhren mit einem sehr komfortablen Bus von Mexico City nach Acapulco und kamen nach ca. 5 Stunden Fahrt am Abend dort an, wo wir schon erwartungsvoll vom Hochzeitsplaner José erwartet wurden. Die 32°C schlugen mit voller Wucht zu. Das war ich ja nun gar nicht mehr gewohnt. Also schnell die Klamotten wechseln und unbedingt was essen, denn wir waren alle trotz Snack im Bus ziemlich ausgehungert.

Die Tage bis zur Feier verbrachten wir damit, am Strand zu liegen und die Gegend zu erkunden. Und wenn uns die Hitze zu sehr zusetzte, dann gingen wir in das nächste Einkaufs-Center, um uns abzukühlen, Weihnachtslieder zu hören und Kaffee zu trinken.

Die berühmten Klippenspringer in La Quebrada haben wir uns nicht angeschaut, dafür aber das Haus von Johnny Weißmüller, dem Darsteller von Tarzan. Der hatte zusammen mit seiner „Hollywood Gang“ (Cary Grant, Richard Widmark und Errol Flynn) in seinem rosafarbenen „Casa Tarzan“ sämtliche Berühmtheiten wie Clark Gable, Elizabeth Taylor etc. empfangen. Mittlerweile ist die Hotelanlage „Los Flamingos“ rund um sein Haus ziemlich vernachlässigt, wird aber noch vermietet. Es hat seinen Reiz, eine tolle Lage und es wäre toll, wenn es wieder zum Leben erweckt wird und ein wenig an den Hollywood-Glanz von damals anknüpfen kann.

Acapulco

Acapulco

 

EINEN TAG AM MEER

Ein paar Tage später überraschte uns José, der nicht nur die Hochzeitsfeier sondern auch gleich unseren kompletten Aufenthalt verplant geplant hat, dass er uns an einen einsamen Strand fahren wollte. Die Strände in der Bucht sind sehr überlaufen, da sich eine Hotelanlage an die andere reiht. Am Wochenende kommen die ganzen mexikanischen Städter (hauptsächlich aus Mexico City) und es ist nur noch laut und voll. Am Strand direkt sitzt man auf Plastikstühlen dicht an dich hintereinander oder man steht am Ufer und unterhält sich. Alle naselang kommt ein Verkäufer und will einem Souvenirs oder Essen verkaufen. Ich war mehr damit beschäftigt „No, gracias!“ zu sagen und dabei freundlich den Kopf zu schütteln, als endlich chillen zu können.

Das Beste am Strand waren für mich übrigens die Massagen. Zusätzlich zu den Verkäufern kamen die Masseure, die einem schon mal eine Probe gaben, indem sie den Leuten den Nacken massieren. Spätestens dann gibt es nur noch eins: Ja zu sagen und einen Preis auszuhandeln.

Acapulco

In Windeseile wird eine Massagebank aufgestellt – zwischen den ganzen Plastikstühlen wohlgemerkt – und man bekommt für (unsere Verhältnisse) wenig Geld eine 30-minütige Massage, von der man nie wieder aufstehen will. Göttlich!

Aber zurück zum Tagespunkt: einsamer Strand.
Wir fuhren aus der Bucht raus direkt an den Atlantik und kamen zu einem bezaubernden kleinen Restaurant namens Zabesú.

Acapulco

Und dann sah ich ihn:

… den Pazifik.

Und genau dieses Bild aus meinen Visualisierungen tat sich auf:

Sonne, menschenleerer weißer Strand, Brandung, Palmen, Kokosnüsse zum Trinken – WIE TOLL IST DAS DENN?

Acapulco

 

MEIN HERZ HÜPFT VOR FREUDE UND DIE TRÄNEN FLIEßEN

Ich fühlte eine so große Freude in mir, mein Herz klopfte, mein Bauch kribbelte wie verrückt und meine Augen standen vor Erstaunen und Entzücken weit offen. Ich fühlte ich angekommen und zuhause. Mein großer großer Traum war in Erfüllung gegangen. FREIHEIT. Die Tränen liefen mir nur so die Wangen herunter. Selbst jetzt, wo ich das schreibe, kommen mir die Tränen und eine große Glückswelle durchflutet mich – boah, was für ein Gefühl.

LEBE DEINEN TRAUM UND TRÄUME NICHT DEIN LEBEN

Ich hatte diesen Traum und mein Verstand ist sofort dazwischen gegrätscht, hat sich aufgeplustert und gemeckert, wie das denn funktionieren soll:

Das geht doch gar nicht … bei anderen vielleicht, aber doch nicht bei dir … dafür musst du doch …. dafür hast du nicht … und denk doch mal an die anderen …. dädädädädääääää

Ich habe so leicht das Gefühl, dass ich mein Glück gar nicht genießen darf. Dass es doch ungerecht ist, wenn es mir gut geht und den anderen nicht. Ja, ich weiß, dass das unsinnig ist. Daran arbeite ich auch momentan und werde berichten.

Fakt ist:

Es nutzt niemandem, wenn es dir schlecht geht.

Es nutzt niemandem, wenn du verzichtest für die anderen.

Du musst in DEINE wahre Größe kommen, DEIN Potential leben.

Denn dann kannst DU auch für andere da sein und sie mit DEINER Liebe, DEINER Größe und DEINER Leidenschaft begleiten und stärken, so dass sie selbst in IHRE Größe kommen können.

Fakt ist aber auch:

Das ist leichter gesagt, als getan.

Mir wurde aber in diesem Moment klar, dass ich schon lange diese Ziel in mir trage. Ich habe dieses Ziel, am Meer zu sein und dort auch zu arbeiten. Ich weiß nur noch nicht, wie ich da hinkomme.

Wie ist es mit euch? Habt ihr Träume aus eurer Kindheit, die ihr euch gern erfüllen wollt?
Wenn ihr mögt, dann erzählt doch davon in den Kommentaren.

Ich drücke euch, eure

Kerstin

 

 

 

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Mexiko – ein Land zum Verlieben?

Mexiko Mexico City Hotelausblick

Ich muss ehrlich zugeben, ich hatte einige Vorbehalte gegenüber Mexiko. Und ich kann gar nicht genau sagen, welche und warum. Es war irgendwie nicht mein Land – da wollte ich nicht hin.

WIE ES DANN DOCH PLÖTZLICH NACH MEXIKO GING

Als ich mich in die USA aufmachte, hoffte ich sehr, meinen Cousin auf seinen vielen Reisen, die er aufgrund seiner Arbeit macht, ab und zu mal begleiten zu können. Das hatte er mir nämlich schon vorher versprochen. Prima. Ich wusste, dass er öfter in Mexiko zu tun hat und im Stillen hoffte ich, dass es nicht gerade dieses Land sein wird.

Ich glaube, meine größte Angst waren die Erzählungen, dass es dort so gefährlich sein soll. Drogenhandel, Kriminalität, was weiß ich. Und dann noch als Frau dort allein unterwegs. Schließlich wäre ich ja die meiste Zeit allein und hocke dann sicherlich nicht im Hotel.

UND JETZT SOLL ES DOCH MEXIKO SEIN?

Ich kam bei ihm an und das erste, was er mir erzählte, war: „Ich heirate in Mexiko und möchte, dass du mitkommst.“

Ach herrje, so sehr mein Verstand auch einsprang und mir ganz viele Gründe lieferte, es nicht zu tun: DAS konnte ich ja nun wirklich nicht ausschlagen. Also doch Mexiko.

Bei meinen Reisen z.B nach Indien und Afrika habe ich große Städte und ärmere Länder kennengelernt. Für mich bedeutet das immer wieder, aus meiner Komfortzone herauszukommen und Ängste zu überwinden. Das ist ja mein Problem, wenn ich Neues kennenlerne. Dabei wünsche ich mir so sehr, mit offenem Herzen auf fremde Menschen, Orte und Situationen zugehen zu können. Und ich mache das auch immer öfter, aber ich stehe noch am Anfang.

MEIN REISEKOFFER GIBT NICHT DIE RICHTIGE KLEIDUNG HER

Der erste Schritt war jetzt erstmal einzukaufen. Ich hatte mich auf einen kalten, schneereichen Winter in Chicago eingestellt und dementsprechende Kleidung mit, die ich in Mexiko garantiert nicht gebrauchen kann.

Also ab in die Stadt und noch ein paar günstige Sommer-Sales ergattern. Wo zum Teufel soll ich im November noch Shorts und Flip-Flops herbekommen? Ich hatte die Befürchtung, dass ich bei meiner Größe in Mexiko nichts bekomme, wo doch selbst die Männer alle kleiner sind als ich. Das hätte sich im Nachhinein auch als schwierig gestaltet, wenn ich nicht ausschließlich in Männersachen rumlaufen möchte.

ANKUNFT IN MEXICO CITY

Wir landeten in Mexico City (Ciudad de México oder México D.F.) und da wurde mir erstmal bewusst, dass diese Stadt und ihre Region zu den zehn größten Megastädten gehört mit seinen 20 (ZWANZIG) Millionen Einwohnern. Wow!

Und so fühlte es sich auch an. Eine vibrierende, laute und abgasreiche Stadt. Die Smogwolke lag über ihr und ließ an den meisten Tagen die Berge nicht erkennen. Allerdings wird jeden Sonntag Vormittag u.a. die 8-spurige Hauptstraße (die Champs-Élysées von Mexico City) für den Verkehr gesperrt, so dass sich dort die Fahrradfahrer, Inline-Skater und Jogger tummeln. Die Fußgängerübergänge werden z.T. per Verkehrspolizei geregelt, damit man eine Chance hat, diese breite Straße zu überqueren. Als ich dort war, fand eine Art Fahrrad-Rallye statt mit vielen Begleitprogrammen auf den großen Plätzen. Musik, Tanzvorführungen, Infostände – Hauptsache laut und voll. Aber es hatte so einen ganz speziellen Charme.

Gesperrter Paseo de la Reforma, Mexico City Mexiko

Fahrradparkplatz Reforma 222 Mexico City Mexiko

Ja, und in Mexico City wird viel Rad gefahren.  Wie man schon an diesem Fahrradhaufen auf dem Platz vor dem „Reforma 222“, einem Einkaufscenter, erkennen kann. Eine tolle Einrichtung, die ich auch schon in Amerika bewundert habe, ist für mich der Fahrradverleih, der außerordentlich praktisch und einfach abgewickelt wird: EcoBici

EcoBici Station Mexiko Mexico City

Diese Stationen gibt es in der ganzen Stadt verteilt. Man kann es sich direkt an der Station per Kreditkarte ausleihen und kann es dann an einer anderen Station wieder abstellen. Ich habe es in Mexiko zwar nicht genutzt, weil wir meistens gelaufen sind und die Zeit zu kurz war. Aber sonst eine tolle Sache.

MEXICO – EIN LAND VOLLER LIEBE

Was mir besonders aufgefallen ist: Mexiko ist für mich ein Lande der Liebe. Überall siehst du Pärchen – egal welchen Geschlechts. Homosexuelle Paare sind genauso selbstverständlich wie heterosexuelle. Auf den Bänken siehst du viele Menschen abends sitzen, die sich was erzählen, etwas trinken (nicht be-trinken), ein Buch lesen, knutschen oder einfach nur den Abend genießen. Es hat für mich so eine ganz spezielle Energie: voller Gemeinschaft und eben Liebe.

 

Wenn wir irgendwo standen und nicht weiterwussten – trotz eines hervorragenden Verkehrsnetzes bleibt es eine riesige Stadt – kam sofort jemand an und fragte, ob er uns weiterhelfen kann. Auch wenn ich alle drei Meter angesprochen wurde, ob ich ein Taxi möchte, es hatte nichts Aufdringliches an sich. Einfach nur hilfsbereit und freundlich. Und die Mexikaner freuten sich um so mehr, wenn ich mit ihnen spanisch sprach. Sie waren voller Respekt und Dankbarkeit, dass ich mir die Mühe mache in ihrer Sprache zu sprechen.

 

Mexiko Angel de la Independencia

 

Wollt ihr mehr aus Mexiko?

Wie ist es mit euch? Habt ihr Orte oder Länder, die ihr favorisiert bzw. wo ihr gar nicht hin wollt? Und wie lernt ihr dort am besten neue Leute kennen?

Schreibt mir doch unten in den Kommentaren.

Ich drücke euch,
eure

Kerstin

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Meine Erfahrungen mit der ESTA-Genehmigung

ESTA-Genehmigung

Um in die USA einreisen zu können, braucht man ja bekanntlich ein Visum.

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem aus welchem Land du kommst, bzw. welche Nationalität du besitzt, und wie lange du bleiben willst.

Da ich einen deutschen Pass habe und kein Visum beantragen wollte, habe ich mich für eine ESTA-Genehmigung beworben. Das geht ganz einfach übers Internet und kostet 14 US$.

DIE ESTA-GENEHMIGUNG IM VISA WAIVER PROGRAMM 


Das VISA- WAIVER-PROGRAM ist für teilnehmende Länder die Möglichkeit, visumfrei zu reisen. Alle Informationen und Vorraussetzungen findest du hier.

Wenn es für dich in Frage kommt und du alle Vorraussetzungen erfüllst, kannst du das ganze online in wenigen Minuten beantragen.

Hier geht’s zum Antrag

Wenn du die Nummer deines Reisepasses eingibst, achte bitte darauf, dass du die 0 (Ziffer) und O (Buchstabe) nicht vertauschst. Auch wichtig später beim Online Check-in, da dort nochmal die Reisepass-Nummer mit dem ESTA-Antrag verglichen wird. Ich hatte es versehentlich vertauscht und angeblich keine ESTA-Genehmigung mehr. Und das ein paar Stunden vorm Abflug. Puuh ….

Hier gibt es eine Ausfüllhilfe fürs Formular.

Danach unbedingt den Antrag ausdrucken, da du die Nummer beim Online-Einchecken und auch beim Check-in auf den Flughäfen immer wieder vorzeigen musst. So war es jedenfalls bei mir (z.B. Zwischenstopp in Amsterdam). Auch wenn auf der ESTA-Seite steht, dass es nicht erforderlich ist.

Ganz wichtig: die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage und nicht 3 Monate. Zähl unbedingt vorher nach, wie viele Tage du bleibst und bedenke, dass manche Monate 31 Tage haben. Ich habe nämlich den Fehler gemacht und bei der Buchung nach Monaten gerechnet. Somit hatte ich 92 Tage. Der Mitarbeiterin aus dem Reisebüro ist das leider auch nicht aufgefallen und beim ESTA-Antrag wird nicht darauf geachtet.

Tja, was nun. Umbuchen wäre viel zu teuer geworden – ich wollte mein Geld ja lieber im Land ausgeben. Und um ein Visum zu beantragen fehlte mir leider die Zeit. Als ich danach googelte, sah ich, dass noch mehr Leute diesen Fehler gemacht haben. Allerdings gab es hunderte Versionen und Antworten, was denn nun bei der Einwanderungsbehörde ablief. Deswegen erzähle ich euch,  wie es bei mir war.

DIE IDEALE KREDITKARTE 

Noch ganz wichtig: Um den Antrag bezahlen zu können brauchst du unbedingt eine Kreditkarte. Andere Arten der Bezahlung werden nicht akzeptiert. Also rechtzeitig daran denken, eine Kreditkarte zu beantragen, falls du noch keine hast, denn die Autorisierung selbst dauert nur ein paar Minuten. Für die USA ist eine Kreditkarte sowieso unumgänglich. Ich habe mich für die Kreditkarte der DKB entschieden, mit der ihr in allen Ländern gebührenfrei Geld abheben könnt. Meine Erfahrungen dazu werde ich demnächst mitteilen.

DIE EINREISE

Als ich in Chicago ankam, musste ich als erstes zur Einwanderungsbehörde. Das ist eigentlich kein Problem dahin zu kommen, weil alle in die Richtung laufen. Dann trennen sich allerdings die Wege, da es ja verschiedene Arten der Einreise gibt. Zum einen die US-Citizens, dann die mit Visum (über die verschiedenen Visa-Arten kannst du hier nachlesen) und noch viele mehr. Es stehen allerdings überall Mitarbeiter herum, die man fragen kann. So, und dann gibt es einmal die „first ESTA“ und die „ESTA returner“. Danach werden sie dich fragen, damit du in die richtige Reihe gehen kannst. Wenn du das erste Mal mit deinem ESTA-Antrag einreist, bist du ein „first ESTA“, wenn du damit allerdings schon einmal eingereist bist und zwischendurch in ein anderes Land gefahren bist und zurück in die USA kommst, bist du ein „ESTA returner“. Macht Sinn, oder?

In diesem Bereich sind übrigens keine Telefone und Kameras erlaubt. Irgendwann wirst du dann aufgerufen bzw. hergewinkt. Natürlich ist alles von der Laune des Beamten der Einwanderungsbehörde abhängig. Er muss dir keine 90 Tage geben, aber ich kenne bis jetzt keinen Fall, wo sie es nicht gemacht haben. Dann werden dir einige Fragen gestellt, auch das ist natürlich von Beamten zu Beamten verschieden. Ich wurde gefragt, aus welchen Gründen ich einreise (vacation), wen ich besuche (family) und wie lange ich bleibe (3 Monate – 90 Tage wäre ja gelogen ;-)) Da wollte er natürlich wissen, warum ich denn so lange bleibe und ob ich keinen Job hätte (doch, mache gerade eine Auszeit, danach arbeite ich wieder im Job). Außerdem wurde ein Foto gemacht und von beiden Händen die Fingerabdrücke genommen. Und dann kam endlich der heiß ersehnte Stempel.

ESTA-Genehmigung

Leider zwei Tage zu früh – warum müssen Dezember und Januar denn auch 31 Tage haben. Ich war etwas ratlos, dachte mir aber, dass sich schon eine Lösung finden wird. Angeblich wird bei der Ausreise, wenn man halt später als das angegebene Datum (egal wie viele Tage) ausreist, ein OVERSTAY in den Pass gestempelt, was bedeutet, dass man Probleme beim nächsten ESTA-Antrag bekommt, bzw. gar keinen bekommt und immer ein Visum beantragen muss. 

Jetzt hatte ich ja das Glück, für knapp zwei Wochen nach Mexiko zu reisen. Auch da herrschten wieder viele unstimmige Informationen im Netz, was dann mit der Aufenthaltsdauer passiert.

DER ESTA-RETURNER

Ich konnte ganz normal ausreisen (ESTA-Autorisierung immer dabei haben) und bekam im Flieger meine Touristenkarte, die ich ausfüllen musste und die am mexikanischen Zoll abgestempelt wird. Sie muss während der Zeit in Mexiko immer im Pass liegen. Und den Pass solltest du immer bei dir führen. Ich als blonder Leuchtturm hatte keine Probleme – nein, ich sehe nicht wie eine Mexikanerin aus. Aber zwischendurch wird doch mal danach gefragt.

Bei der Ausreise wurde mir die Karte vor dem Flug wieder abgenommen. Als es jetzt wieder in den USA zur Einwanderungsbehörde ging, musste ich in die Reihe der „ESTA returner“. Zuerst geht es zu den elektronischen Kästen. Die nennen sich ATC kiosk (automatic passport control). Du kannst bei Sprachen Deutsch angeben, falls du Schwierigkeiten mit den Anweisungen bekommen solltest. Aber auch da stehen überall Mitarbeiter, die dir weiterhelfen.

Dort scannst du nur den Plastikteil (Rest nach hinten klappen, sonst passt es nicht) mit Foto nach unten ein und wartest weitere Anweisungen ab. Dann musst du irgendwann die Fingerspitzen der rechten Hand auflegen und es wird ein Foto gemacht (ernst gucken – ist schließlich kein Spaß hier). Danach erhältst du einen Zettel, mit dem du zum Beamten gehst. Der Weg dahin (welche Reihe) steht auf Schildern, aber ich übersehe das leicht mal, wenn es hektisch wird. Gleiche Prozedur wie beim letzten Mal, ein paar Fragen (welche Absicht, welchen Beruf …) und dann gab es einen neuen Stempel, der erneut 90 Tage gilt. Somit habe ich mein Problem gelöst und kann entspannt am 3. Februar zurückfahren, auch wenn mein Cousin mich gern noch länger dabehalten will.

Wie sind denn deine Erfahrungen mit Visa, Esta  & Co.? Erzähl mir doch davon in den Kommentaren.

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Chicago, ich komme – Ausbruch aus dem Alltagstrott

Flieger Chicago

 

 

BEGINNT HEUTE MEIN NEUES LEBEN?

 

Da sitz ich nun – im Flieger nach Chicago. Meine Schwester und ihr Mann haben mich mitten in der Nacht zum Flughafen gebracht und wir haben uns ganz schnell verabschiedet. Ich kann mein Glück noch gar nicht richtig fassen, weil ich vorher gar keine Zeit für Bauchkribbeln hatte.

3 Monate USA

Ganz allein

Ohne Kinder

Kerstin pur

Ein Traum wird wahr

Einige haben mich für meinen Mut bewundert, einige haben mich bestärkt und mich vorangetrieben und einige haben mit dem Kopf geschüttelt und sich gefragt „Wie kann sie nur …. und dann noch die Kinder allein lassen …“

 

ICH HABE TOLLE KINDER

 

Das Interessante an der ganzen Sache ist, dass es gerade meine Kinder waren, die gesagt haben „Los, geh Mama. Das war immer dein Traum, erfülle ihn dir. Denk jetzt mal an dich! Wir kommen schon klar.“ Und je mehr ich darüber nachdachte, umso eher kam ich zu dem Entschluss, dass es doch eine Bereicherung für alle ist. Wer hat denn schon eine Mama, die tatsächlich an sich denkt und sich einen Traum erfüllt. Und dank Internet, Skype, WhatsApp etc. kann man den Kontakt halten, so lange und so oft man möchte.

Ich habe die Zeit davor oft und lange an mir gearbeitet. Habe in der Stille gesessen und mein Herz befragt. Denn das ist einfach die elementare Frage:

Was sagt mir mein Herz? 

Gehe ich nach dem, was mein Verstand mir die ganze Zeit predigt, lebe ich in der Angst. Aber wenn ich mir wirklich jeden Tag die Zeit nehme, in die Stille gehe und dann mein Herz befrage, dann kommt ein ganz leises zartes Stimmchen und erzählt mir was. Und wenn  ich dann darüber nachdenke, dann kribbelt es in meinem Bauch.

Mittlerweile weiß ich, dass das ein Indikator für den richtigen Weg ist. Natürlich fängt der Verstand dann an zu wettern, was das denn für eine verrückte Idee ist, wie man das  realisieren soll und vor allem, wie man das bezahlen soll und, und und …

 

UND WER SOLL DAS BEZAHLEN?

 

Ich habe für diesen Traum mein Klavier verkauft, hab all mein Erspartes zusammengelegt und mich bei meinem Cousin, der in Chicago lebt, als Haushälterin beworben. Da er oft unterwegs ist, ist er froh über jemanden, der sich um Haus und Garten kümmert, die Wäsche macht und ihn bekocht, wenn er dann mal da ist. Dafür kann ich dort umsonst wohnen. Eine Win-Win-Situation.

Ich habe in der letzten Zeit festgestellt, dass es mir nicht möglich ist, langfristig zu planen, da es dann doch wieder anders kommt. Und ich habe mir eine zweite wichtige Frage gestellt:

Was bereue ich, wenn ich demnächst sterbe?

Oder was bereue ich, wenn ich irgendwann rückblickend auf mein Leben schaue.

Jetzt ergab sich für mich einfach die ideale Gelegenheit: ich musste sowieso umziehen, ich bin beruflich nicht gebunden, ich bin in keiner Beziehung und ich hatte das OK meiner Kinder. Und natürlich auch das OK ihres Vaters, bei dem sie solange leben. Also hab ich meine Möbel bei meiner Mutter untergestellt, meinen Wohnsitz dort angemeldet (oje, in meinem Alter wieder bei der Mutter wohnen) und einen Flug gebucht.

WAS KOMMT DANACH?

 

Was danach kommt, weiß ich nicht. Da vertraue ich dem Universum, das wird mich schon nicht hängen lassen. Ich habe zwar einen groben Plan, aber wie ich das im Detail anstellen werde, weiß ich noch nicht. Darüber mache ich mir konkrete Gedanken, wenn ich wieder in Deutschland bin.

Deswegen frage ich dich heute:

Hörst du auf dein Herz?

Nimmst du dir jeden Tag ein bisschen Zeit nur für dich?

Es ist so wichtig, auf die innere Stimme zu hören. Auf dein Herz, das leise Stimmchen, was so oft vom lauten Verstand übertönt wird.

Doch wie mache ich das? Wie kann ich die eine von der anderen unterscheiden? Zugegeben, das fällt mir manchmal immer noch schwer. Aber wenn du meine 5 Schritte zur inneren Ruhe beherzigst, dann wird es immer leichter. Versprochen!

Ich drücke dich,
deine

Unterschrift