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Meine Erfahrungen mit der ESTA-Genehmigung

ESTA-Genehmigung

Um in die USA einreisen zu können, braucht man ja bekanntlich ein Visum.

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem aus welchem Land du kommst, bzw. welche Nationalität du besitzt, und wie lange du bleiben willst.

Da ich einen deutschen Pass habe und kein Visum beantragen wollte, habe ich mich für eine ESTA-Genehmigung beworben. Das geht ganz einfach übers Internet und kostet 14 US$.

DIE ESTA-GENEHMIGUNG IM VISA WAIVER PROGRAMM 


Das VISA- WAIVER-PROGRAM ist für teilnehmende Länder die Möglichkeit, visumfrei zu reisen. Alle Informationen und Vorraussetzungen findest du hier.

Wenn es für dich in Frage kommt und du alle Vorraussetzungen erfüllst, kannst du das ganze online in wenigen Minuten beantragen.

Hier geht’s zum Antrag

Wenn du die Nummer deines Reisepasses eingibst, achte bitte darauf, dass du die 0 (Ziffer) und O (Buchstabe) nicht vertauschst. Auch wichtig später beim Online Check-in, da dort nochmal die Reisepass-Nummer mit dem ESTA-Antrag verglichen wird. Ich hatte es versehentlich vertauscht und angeblich keine ESTA-Genehmigung mehr. Und das ein paar Stunden vorm Abflug. Puuh ….

Hier gibt es eine Ausfüllhilfe fürs Formular.

Danach unbedingt den Antrag ausdrucken, da du die Nummer beim Online-Einchecken und auch beim Check-in auf den Flughäfen immer wieder vorzeigen musst. So war es jedenfalls bei mir (z.B. Zwischenstopp in Amsterdam). Auch wenn auf der ESTA-Seite steht, dass es nicht erforderlich ist.

Ganz wichtig: die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage und nicht 3 Monate. Zähl unbedingt vorher nach, wie viele Tage du bleibst und bedenke, dass manche Monate 31 Tage haben. Ich habe nämlich den Fehler gemacht und bei der Buchung nach Monaten gerechnet. Somit hatte ich 92 Tage. Der Mitarbeiterin aus dem Reisebüro ist das leider auch nicht aufgefallen und beim ESTA-Antrag wird nicht darauf geachtet.

Tja, was nun. Umbuchen wäre viel zu teuer geworden – ich wollte mein Geld ja lieber im Land ausgeben. Und um ein Visum zu beantragen fehlte mir leider die Zeit. Als ich danach googelte, sah ich, dass noch mehr Leute diesen Fehler gemacht haben. Allerdings gab es hunderte Versionen und Antworten, was denn nun bei der Einwanderungsbehörde ablief. Deswegen erzähle ich euch,  wie es bei mir war.

DIE IDEALE KREDITKARTE 

Noch ganz wichtig: Um den Antrag bezahlen zu können brauchst du unbedingt eine Kreditkarte. Andere Arten der Bezahlung werden nicht akzeptiert. Also rechtzeitig daran denken, eine Kreditkarte zu beantragen, falls du noch keine hast, denn die Autorisierung selbst dauert nur ein paar Minuten. Für die USA ist eine Kreditkarte sowieso unumgänglich. Ich habe mich für die Kreditkarte der DKB entschieden, mit der ihr in allen Ländern gebührenfrei Geld abheben könnt. Meine Erfahrungen dazu werde ich demnächst mitteilen.

DIE EINREISE

Als ich in Chicago ankam, musste ich als erstes zur Einwanderungsbehörde. Das ist eigentlich kein Problem dahin zu kommen, weil alle in die Richtung laufen. Dann trennen sich allerdings die Wege, da es ja verschiedene Arten der Einreise gibt. Zum einen die US-Citizens, dann die mit Visum (über die verschiedenen Visa-Arten kannst du hier nachlesen) und noch viele mehr. Es stehen allerdings überall Mitarbeiter herum, die man fragen kann. So, und dann gibt es einmal die „first ESTA“ und die „ESTA returner“. Danach werden sie dich fragen, damit du in die richtige Reihe gehen kannst. Wenn du das erste Mal mit deinem ESTA-Antrag einreist, bist du ein „first ESTA“, wenn du damit allerdings schon einmal eingereist bist und zwischendurch in ein anderes Land gefahren bist und zurück in die USA kommst, bist du ein „ESTA returner“. Macht Sinn, oder?

In diesem Bereich sind übrigens keine Telefone und Kameras erlaubt. Irgendwann wirst du dann aufgerufen bzw. hergewinkt. Natürlich ist alles von der Laune des Beamten der Einwanderungsbehörde abhängig. Er muss dir keine 90 Tage geben, aber ich kenne bis jetzt keinen Fall, wo sie es nicht gemacht haben. Dann werden dir einige Fragen gestellt, auch das ist natürlich von Beamten zu Beamten verschieden. Ich wurde gefragt, aus welchen Gründen ich einreise (vacation), wen ich besuche (family) und wie lange ich bleibe (3 Monate – 90 Tage wäre ja gelogen ;-)) Da wollte er natürlich wissen, warum ich denn so lange bleibe und ob ich keinen Job hätte (doch, mache gerade eine Auszeit, danach arbeite ich wieder im Job). Außerdem wurde ein Foto gemacht und von beiden Händen die Fingerabdrücke genommen. Und dann kam endlich der heiß ersehnte Stempel.

ESTA-Genehmigung

Leider zwei Tage zu früh – warum müssen Dezember und Januar denn auch 31 Tage haben. Ich war etwas ratlos, dachte mir aber, dass sich schon eine Lösung finden wird. Angeblich wird bei der Ausreise, wenn man halt später als das angegebene Datum (egal wie viele Tage) ausreist, ein OVERSTAY in den Pass gestempelt, was bedeutet, dass man Probleme beim nächsten ESTA-Antrag bekommt, bzw. gar keinen bekommt und immer ein Visum beantragen muss. 

Jetzt hatte ich ja das Glück, für knapp zwei Wochen nach Mexiko zu reisen. Auch da herrschten wieder viele unstimmige Informationen im Netz, was dann mit der Aufenthaltsdauer passiert.

DER ESTA-RETURNER

Ich konnte ganz normal ausreisen (ESTA-Autorisierung immer dabei haben) und bekam im Flieger meine Touristenkarte, die ich ausfüllen musste und die am mexikanischen Zoll abgestempelt wird. Sie muss während der Zeit in Mexiko immer im Pass liegen. Und den Pass solltest du immer bei dir führen. Ich als blonder Leuchtturm hatte keine Probleme – nein, ich sehe nicht wie eine Mexikanerin aus. Aber zwischendurch wird doch mal danach gefragt.

Bei der Ausreise wurde mir die Karte vor dem Flug wieder abgenommen. Als es jetzt wieder in den USA zur Einwanderungsbehörde ging, musste ich in die Reihe der „ESTA returner“. Zuerst geht es zu den elektronischen Kästen. Die nennen sich ATC kiosk (automatic passport control). Du kannst bei Sprachen Deutsch angeben, falls du Schwierigkeiten mit den Anweisungen bekommen solltest. Aber auch da stehen überall Mitarbeiter, die dir weiterhelfen.

Dort scannst du nur den Plastikteil (Rest nach hinten klappen, sonst passt es nicht) mit Foto nach unten ein und wartest weitere Anweisungen ab. Dann musst du irgendwann die Fingerspitzen der rechten Hand auflegen und es wird ein Foto gemacht (ernst gucken – ist schließlich kein Spaß hier). Danach erhältst du einen Zettel, mit dem du zum Beamten gehst. Der Weg dahin (welche Reihe) steht auf Schildern, aber ich übersehe das leicht mal, wenn es hektisch wird. Gleiche Prozedur wie beim letzten Mal, ein paar Fragen (welche Absicht, welchen Beruf …) und dann gab es einen neuen Stempel, der erneut 90 Tage gilt. Somit habe ich mein Problem gelöst und kann entspannt am 3. Februar zurückfahren, auch wenn mein Cousin mich gern noch länger dabehalten will.

Wie sind denn deine Erfahrungen mit Visa, Esta  & Co.? Erzähl mir doch davon in den Kommentaren.

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